Newsletter #1

18. Juli 2020

Hallo ihr lieben,

das hat jetzt seeeehr lange gedauert! Aber endlich bekommt ihr nun diesen ersten Newsletter von uns – vermutlich weil ihr euch auf unserer Website im Laufe der letzten zwei Monate dafür angemeldet habt.

Es ist kaum zu glauben, dass unsere Website erst vor zwei Monaten das Tageslicht erblickt hat – nie nätten wir gewagt zu Träumen, dass in so kurzer Zeit so viel passieren kann! Aber fangen wir von vorne an.

Wir hatten keinerlei Vorstellung was passieren würde, als wir landcommunityproject.com erstellt haben; mit einem solchen Ansturm hatten wir aber ehrlich gesagt auch nicht gerechnet: In den ersten vier Wochen waren über 4.000 Besucher*innen auf unserer Seite, über 100 Interessierte haben sich für unseren Newsletter angemeldet und wir haben ca. 50 Mails von Menschen erhalten, die unseren Traum teilen! Wow!

Unter den ersten Mails die uns erreichten, war auch eine Einladung von Janine und Paul: Sie luden zum ersten Visionstreffen (welches schon zwei Wochen später stattfinden sollte) ihres Hofprojekts ein, das sich gerade in der Gründung befindet. Wir beschlossen kurzerhand, quer durch Deutschland nach Rheinland-Pfalz zu fahren, und ziemlich spontan an dem Treffen teilzunehmen – ohne genau zu wissen was uns erwarten würde.

Pünktlich zum Abendessen kommen wir auf dem Hof, auf welchem das Treffen geplant ist, an und werden von den rund 25 Teilnehmenden und einigen Kindern wärmstens empfangen. Unser erster, sehr positiver, Eindruck wird im Laufe des Wochenendes nur noch verstärkt – die Menschen, die hier zum erstenmal zusammenkommen, sind allesamt unglaublich herzlich, engagiert und bereit ein Gemeinschaftsprojekt zu starten.

Mindestens genauso herzlich, engagiert, und vor allem bereit sind Paul und Janine: Die beiden sind seit einigen Jahren in der regnerativen Landwirtschaft aktiv und möchten jetzt mit einer Gemeinschaft ein ambitioniertes Hofprojekt aufbauen. Insgesamt etwa 100 ha Ackerfläche sollen in ein Leuchtturmprojekt für regenerative Landwirtschaft verwandelt werden: also ein funktionierendes Ökosystem nach Permakultur Prinzipien mit mehrlagigen Agroforstsystemen, holistischer Weidetierhaltung und biointensivem Gemüseanbau. Der Clou: die (stark renovierungsbedürftige) Hofstelle mitsamt, größtenteils arrondierter, Ackerfläche gibt es bereits! Wow!

Als wir am Sonntag Nachmittag wieder auf die Autobah auffahren sind wir ziemlich überwältigt, aber auch total begeistert. Vielleicht müssen wir erstmal alles sacken lassen und ein paar Nächte darüber schlafen? Während der Fahrt ertappen wir uns dann allerdings immer wieder dabei, wie wir gedanklich schon unseren Umzug nach Rheinland-Pfalz planen. Bereits zwei Tage später ist uns klar, dass wir aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen – es hat uns total gepackt und wir können an nichts anderes denken! Wir rufen Paul und Janine an und sagen direkt fest zu: Wir wollen Teil dieses Projekts sein und noch dieses Jahr dorthin ziehen.

Das alles ist nun sechs Wochen her und seitdem sind wir sowohl gedanklich als auch voller Tatendrang Teil dieser neu entstehenden Gemeinschaft geworden. Vor zwei Wochen waren wir noch einmal in Rheinland-Pfalz bei einem weiteren Treffen, diesmal mit allen Teilnehmenden, die ein fester Bestandteil des Projekts sein werden. Es scheint undenkbar, aber bereits nach diesen zwei Begegnungen ist ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstanden und die Hofgründung wird intensiv vorbereitet.

Wir hätten es niemals für möglich gehalten, aber nur zwei Monate nach Beginn unseres Aufrufs, stecken wir mitten in der Hofplanung und bereiten unseren Umzug zum Jahresende vor! Im August wird es ein weiteres Treffen, sowie die ersten groben Sanierungsarbeiten an der Hofstelle geben. Was dort alles geschieht und wie es weitergeht erzählen wir dann natürlich in unserem nächsten Newsletter!

Ganz liebe Grüße, noch aus Berlin,
Helena und Valentin